Gute Arbeit

Gute Arbeit hat wichtige Funktionen für ein erfülltes Leben. Mittlerweile besteht gesichertes Wissen dazu, welche Charakteristika Gute Arbeit ausmachen, das heißt, wann Arbeit nicht nur ausführbar, schädigungs- und beeinträchtigungfrei ist, sondern auch persönlichkeitsförderlich. Diese Charakteristika leiten sich aus menschlichen Bedüfnissen nach beispielsweise Autonomie, Gemeinschaft und Kompetenzerleben ab.

Für spezifische Tätigkeiten gilt es jeweils zu definieren, wie diese Charakteristika realisiert werden können. Arbeitswissenschaftliche Modelle können helfen, Gute Arbeit fördernde und behindernde Faktoren zu identifizieren und ihre Wirkweise zu verstehen. Dieses kausale Verständnis bildet die Grundlage fundierter Intervention und erlaubt, Interventionen auf ihre Wirksamkeit hin zu evaluieren.

Das Verständnis, was Gute Arbeit ausmacht, ist jedoch immer nur eine Momentaufnahme. Bestehende Modelle Guter Arbeit müssen angepasst werden an sich verändernde Arbeits- und Lebenswelten. Bei diesem Fortschreiten ist es sinnvoll, bestehende Modelle weiterzuentwickeln und existierendes Wissen zu nutzen.

Gute Arbeit - Was ist das?

Welche Funktionen kann die Arbeit für Menschen erfüllen? Welche Wirkungen kann die Arbeit auf Menschen haben? Dieser Beitrag stellt wichtige Modelle vor, die je unterschiedliche Charakteristika von Arbeit thematisieren und Erklärungen dafür anbieten, wie sich diese Charakteristika auf Wohlbefinden, Gesundheit und Leistung von Beschäftigten auswirken. Diese Wirkmodelle sollen helfen, die Vielfalt der Facetten zu verstehen, die Arbeit ausmachen. Sie bieten zudem Ansatzpunkte für Analysen und eine wichtige Grundlage für mögliche Intervention und deren Evaluation. Die Synopse geht weiterhin auf eine Initiative ein, die anhand repräsentativer Stichproben die Ausprägungen „Guter Arbeit“ in Deutschland erfasst.

Gute Arbeit mit Informations- und Kommunikationstechnologien

Die zunehmende Einführung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IUK) in Organisationen und Unternehmen geht einher mit grundlegenden Veränderungen in der Natur von Berufen und der Wahrnehmung von Arbeit durch die Beschäftigten. Vor dem Hintergrund der Sicherung Guter Arbeit muss hinterfragt werden, welche Aspekte der Arbeitsgestaltung durch die Einführung von IUK im Arbeitskontext verändert werden und wie sich dies auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Arbeitsleistung der Erwerbstätigen auswirkt.

Auswirkungen von Arbeit nach Dienstschluss - Zum gesunden Umgang mit ständiger Erreichbarkeit

Die Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) ermöglicht es Beschäftigten, sich auch nach Feierabend noch mit arbeitsbezogenen Inhalten auseinanderzusetzen. Viele machen täglich davon Gebrauch und bearbeiten beispielsweise nach dem Abendessen ihr E-Mail-Postfach oder führen auf dem Heimweg noch Telefonate mit Kolleg*innen. Seit einigen Jahren beschäftigt sich die arbeitspsychologische Forschung mit der Frage, welche Auswirkungen dies und die damit einhergehende Aufweichung der Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben auf verschiedene Parameter des mentalen und physischen Wohlbefindens haben.

Vorstellung der empirischen Grundlage der Kurzberichtreihe ZdA-Spotlights

In diesem Spotlight möchten wir Ihnen unsere Panel-Befragung zum Wandel der Arbeit im Kontext der digitalen Transformation in Deutschland vorstellen. Diese bildet die empirische Grundlage unserer Kurzberichtreihe ZdA-Spotlights. Dazu werden wir Ihnen zunächst das theoretische Grundgerüst unserer aktuellen Analyse zu Chancen und Risiken der digitalen Transformation erläutern. Anschließend können Sie sich über die Methodik der durchgeführten Panel-Befragung informieren. Abschließend berichten wir Einschränkungen der durchgeführten Untersuchung und geben einen Ausblick auf folgende Spotlights.

Demografischer Wandel und digitale Transformation: Nutzung von IuK, Arbeitsgestaltung und Gesundheit über die Lebensspanne

Die digitale Transformation ist im Arbeitskontext allgegenwärtig. Dabei verändern vor allem Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) die Inhalte, Gestaltung und Organisation von Arbeit mit weitreichenden Folgen für die Beschäftigten, Organisationen und die Gesellschaft insgesamt. Gleichzeitig beobachten wir einen demografischen Wandel, der auch die Erwerbsbevölkerung betrifft. Niedrige Geburtenraten und eine sinkende Sterblichkeit älterer Bevölkerungsgruppen  führen dazu, dass die Erwerbsbevölkerung zunehmend altert und schrumpft. Es muss daher ein Ziel sein, die Gesundheit der Erwerbstätigen über die Lebensspanne zu erhalten, um Erwerbstätigkeit auch im Alter noch zu ermöglichen.

Kontakt

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Dr. Michael Knoll
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig
michael.knoll@uni-leipzig.de
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Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie
Universität Leipzig
Institut für Psychologie
Neumarkt 9-19
04109 Leipzig

 Icon Kontaktdaten
Carolin Dietz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig
carolin.dietz@uni-leipzig.de
Icon Ansprechpartner

Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie
Universität Leipzig
Institut für Psychologie
Neumarkt 9-19
04109 Leipzig