„ZdA-Spotlight“: Die Kurzberichtreihe zu Chancen und Risiken der digitalen Transformation

Eine Säule der Arbeit des Zentrums digitale Arbeit stellen eigene Analysen und Untersuchungen dar. Diese bilden zum einen die aktuelle Situation und Entwicklungstrends ab, zum anderen identifizieren sie Wirkungen, regen Diskussionen an und sichern Empfehlungen empirisch ab.

Mit ZdA-Spotlights stellen wir Ihnen nun unsere aktuellen Analyse zu Chancen und Risiken der digitalen Transformation vor. Die empirische Grundlage dieser Analyse bildet eine monatliche Onlinebefragung von einer Stichprobe von Erwerbstätigen im Zeitraum von Juli 2020 bis Februar 2021. Diese wird durch die Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Leipzig durchgeführt. Informationen und Hintergründe zur Befragung finden Sie in unserem ersten Kurzbericht „Vorstellung der empirischen Grundlage der Kurzberichtreihe ZdA-Spotlights“.

Unsere Spotlights sind prägnante Kurzberichte mit thematischen Schwerpunkten. In diesen integrieren wir unsere aktuellen Ergebnisse mit dem Stand aus Wissenschaft und Praxis. Ziel ist es, die aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung in unterschiedlichsten Bereichen des Arbeitskontextes für Sie ins Rampenlicht zu stellen und Lösungsansätze empirisch fundiert zu beleuchten - und das alles in prägnanter und verständlicher Form!

Unsere Spotlights werden ab jetzt kontinuierlich an dieser Stelle erscheinen. Ein regelmäßiger Klick lohnt sich also.

Hier können Sie sich über die aktuell in Arbeit befindlichen Spotlights informieren:

  • Demografischer Wandel und digitale Transformation: Nutzung von IuK, Arbeitsgestaltung und Gesundheit über die Lebenspanne
  • Lernpräferenzen in der betrieblichen Weiterbildung: E-Learning-Angebote & Weiterbildungsqualität
  • Innovation im digitalen Zeitalter: Vorhandensein und Auswirkung innovationsförderlicher Rahmenbedingungen

Demografischer Wandel und digitale Transformation: Nutzung von IuK, Arbeitsgestaltung und Gesundheit über die Lebensspanne

Wie die digitale Transformation verändert auch der demografische Wandel unsere Arbeitsgesellschaft. Immer mehr Erwerbstätige haben das 50. Lebensjahr überschritten. Die absolute Zahl älterer Beschäftigter steigt, ebenso deren relativer Anteil an Beschäftigten. So hat sich zwischen 2002 und 2016 die Zahl der Beschäftigten über 55 Jahre mehr als verdoppelt. Inzwischen ist gut jede*r vierte Beschäftigte*r älter als 55 Jahre. Somit wird in Zukunft die Bedeutung älterer Beschäftigter für Unternehmen weiter zunehmen. Zum einen stellen sie mit ihrem Erfahrungswissen eine wertvolle Ressource für die Unternehmen dar. Zum anderen kommt es aufgrund der schrumpfenden Erwerbsbevölkerung auf jede*n Beschäftigte*n an, wenn Fachkräfteengpässe vermieden werden sollen. Im Osten Deutschlands sind diese Entwicklungen schon heute zu beobachten. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie nannten ostdeutsche Geschäftsführer*innen die Fachkräftesicherung als größte Herausforderung für den Unternehmenserfolg.

Um die Gesundheit der Erwerbstätigen über die Lebensspanne zu erhalten, müssen wir verstehen, wie Digitalisierung Arbeitsanforderungen an Erwerbstätige verändert und welche Folgen dies für Erwerbstätige unterschiedlicher Altersgruppen hat.

In diesem Spotlight werden wir uns daher folgenden Fragen widmen.

Welchen Einfluss hat die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten in unterschiedlichen Lebensquasen?

  • Welche Faktoren müssen zum Beispiel bei der Nutzung von IuK beachtet werden, damit Erwerbstätige nicht von zu vielen oder zu komplexen Informationen überfordert werden?
  • Wie kann IuK-Nutzung zu mehr Handlungsspielraum im Arbeitsalltag führen?

Lernpräferenzen in der betrieblichen Weiterbildung: E-Learning-Angebote & Weiterbildungsqualität

Die voranschreitende Technologisierung sowie Digitalisierung der Arbeitswelt halten Einzug in die betriebliche Weiterbildung. Viele E-Learning-Angebote zeichnen sich durch die Möglichkeit des zeit- und ortsunabhängigen Lernens sowie der (selbstständigen) Steuerung des Lernprozesses und des Lerntempos aus. Die Digitalisierung eines Lernprozesses ist jedoch kein Garant dafür, dass Lernziele schneller erreicht oder Informationen nachhaltiger gespeichert werden können. Vielmehr geht es um die Entwicklung passgenauer Weiterbildungsmöglichkeiten, die die Vorzüge sowohl klassischer als auch elektronischer Lehr- und Lernkonzepte miteinander kombinieren. Daher ist es sinnvoll, den Fokus auf die Lernenden bzw. auf deren Präferenzen zu lenken. 

In diesem Spotlight werden wir uns daher folgenden Fragen widmen:

  • Was macht gute Weiterbildung aus Sicht der Beschäftigten aus?
  • Welche Rolle spielen Faktoren hinsichtlich der verwendeten Methodik und Didaktik, beispielsweise etwa der Einsatz spielerischer Elemente?
  • Welche Eigenschaften von E-Learning-Angeboten sind relevant für die Weiterbildungsqualität?
  • Welche Präferenzen bestehen hinsichtlich Möglichkeiten zur sozialen Interaktion, sowohl zwischen den Lernenden untereinander als auch zwischen ihnen und den Lehrenden?

Innovation im digitalen Zeitalter: Vorhandensein und Auswirkung innovationsförderlicher Rahmenbedingungen

In diesem Spotlight wird der Lehrstuhl Innovationsmanagement und Innovationsökonomik der Universität Leipzig Vorhandensein und Auswirkung innovationsförderlicher Rahmenbedingungen untersuchen.

Um langfristig am Markt wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben, bedarf es Innovationen im Unternehmen. Um erfolgreich Innovationen im Produkt- und Prozessbereich zu generieren und umzusetzen, bedarf es neben Innovationsmanagement, Budget und Kreativität innovationsförderliche Rahmenbedingungen und einer Kultur innerhalb der Organisation. Auf Grundlage der erhobenen Daten werden die Auswirkung von Kommunikation, Transparenz, Freiräume, Wissensmanagement und Partizipation innerhalb der Organisation auf potentiell innovationsförderliches Verhalten, Leistung und Wohlbefinden der Beschäftigten vorgestellt. Darüber hinaus wird analysiert, in welchem Umfang Informations- und Kommunikationstechnologien und innovative Arbeitsformen im Arbeitsalltag Anwendung finden und wie diese auf die Individuen wirken. Zusätzlicher Augenmerk liegt hierbei auf den Veränderungen des Arbeitsalltags durch die Pandemiesituation.

In diesem Spotlight werden wir uns daher folgenden Fragen widmen:

  • Welche Rahmenbedingungen und Arbeitsformen herrschen in den Organisationen vor?
  • Welche Auswirkungen haben diese auf die Beschäftigten?
  • In welchem Umfang finden bereits IKT Anwendung?
 Icon Kontaktdaten
Carolin Dietz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
0341 9735957
carolin.dietz@uni-leipzig.de
Icon Ansprechpartner

Universität Leipzig
Arbeits- und Organisationspsychologie
Neumarkt 9-19
04109 Leipzig