Regionen im Wandel

Welche Bedeutung hat der Strukturwandel für die ostdeutschen Bundesländer?

Die Herausforderungen, die durch den strukturellen und demografischen Wandel ausgelöst werden, rücken in Deutschland immer weiter in den Vordergrund. Der Altersdurchschnitt in der Gesellschaft steigt und die Wirtschaftsstruktur befindet sich in einem stetigen Wandel. In den ostdeutschen Bundesländern sind diese Dynamiken besonders deutlich zu beobachten. Der abrupte Bevölkerungsrückgang in Verbindung mit der Deindustrialisierung nach der deutschen Wiedervereinigung hat die Wirtschaft nachhaltig verändert. Hinzu kommen der Braunkohleausstieg und dynamische Entwicklungen wie der verstärkte Druck auf Unternehmen, flexibler auf neue (digitale) Anforderungen zu reagieren und auf globalen Märkten zu bestehen. Solche Herausforderungen haben unterschiedlich große Effekte auf die einzelnen Branchen und ihre Zukunftsperspektiven.

 

Wie wirken sich regionale Dynamiken auf die Branchenstruktur und Fachkräftesicherung aus?

Die Branchenstruktur in den ostdeutschen Bundesländern ist geprägt von einer eher regionalen Orientierung in Hinblick auf Absatzmärkte und einer verhältnismäßig niedrigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Zur Entstehung dieser differenzierten Struktur haben unterschiedliche, regionale Berufsperspektiven genauso beigetragen wie die vergleichsweise geringere Arbeitgeberattraktivität von ländlich gelegenen Unternehmen. In diesem Zusammenhang werden die großen Herausforderungen der vor allem kleinen und mittleren Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung und -bindung sichtbar. In Bezug auf den Fachkräftemangel sind erhebliche Unterschiede zwischen den städtischen Ballungsräumen und ländlicheren Regionen zu beobachten. Diese regionalen Dynamiken müssen stets miteinbezogen werden, wenn es um Zukunftsperspektiven und Digitalisierungsstrategien der KMU in den (ost-)deutschen Bundesländern geht.

 Icon ZdA

Der Strukturwandel hat eine besondere Bedeutung für die ostdeutschen Bundesländer.