Themenschwerpunkt: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Betriebe und Beschäftigte

Corona stellt zweifellos eine Zäsur dar. Nicht nur für unser gesellschaftliches Zusammenleben, sondern auch für die ökonomischen Rahmenbedingungen. Wir befinden uns nach wie vor in einer der schwersten Wirtschaftskrisen der Nachkriegszeit, die in vielerlei Hinsicht eine organisatorische wie finanzielle Ausnahmesituation hervorgerufen hat. Im Laufe der Pandemie sind wiederholt massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der wirtschaftlichen Tätigkeiten unausweichlich gewesen. Das hatte und hat zwangsläufig Folgen für den Arbeitsalltag zahlreicher Beschäftigter. Neben umfangreichen Anforderungen an den Infektions- und Arbeitsschutz wird das „Neue Normal“ maßgeblich durch zeit- und ortsflexible Tätigkeiten mittels Telearbeit und Homeoffice geprägt.

Die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus (u. a. „Lockdowns“) haben die Unternehmen vor enorme Herausforderungen gestellt. Gleichzeitig wirkt die Krise als Katalysator für weitreichende Veränderungen und beschleunigt in vielfältiger Weise den derzeit stattfindenden Wandel der Arbeitswelt. Schlagworte wie „New Work“ sind derzeit in aller Munde. Insbesondere die Digitalisierung hat im betrieblichen Kontext einen unerwarteten Schub erhalten: Zahlreiche Tätigkeiten wurden von der realen in die virtuelle Welt verlagert, digitale Tools und Angebote werden in vielfältiger Weise in Anspruch genommen. Doch werfen diese Transformationsprozesse unweigerlich die Frage auf, wie die Standards „Guter Arbeit“ auch im digitalen Kontext sichergestellt werden können.

Insbesondere die ostdeutsche Wirtschaft ist durch eine heterogene Branchenstruktur kleiner und mittelständischer Unternehmen gekennzeichnet. Neben den Herausforderungen des Strukturwandels bedeuten die coronabedingten Auswirkungen eine weitere „Herkulesaufgabe“ für viele Betriebe. Analysen zeigen recht eindeutig, dass gerade KMU die negativen Folgen der Wirtschaftskrise deutlich zu spüren bekommen haben. Darüber hinaus haben Produktionsausfälle, Nachfragerückgänge und Liquiditätsengpässe die Situation auf dem Arbeitsmarkt und den vorherrschenden Fachkräftemangel in vielen Regionen zusätzlich verschärft.

Experten sind sich einig: Selbst bei einer mittelfristigen Normalisierung des Alltags werden die grundlegenden ökonomischen Folgen der Pandemie noch lange zu spüren sein. In vielen Branchen werden sich die Unternehmen dauerhaft auf ein verändertes Umfeld einstellen, in Teilen auch ihre Geschäftsmodelle anpassen müssen. Diese Tatsache wird notwendigerweise das künftige Innovationsgeschehen sowie die Kompetenzentwicklung beeinflussen. Erste Prognosen weisen darauf hin, dass gesamtgesellschaftliche Veränderungen und der Wandel des Konsumverhaltes auch in der „Post-Covid-Welt“ Bestand haben werden. Diesen Prozess gilt es weiter intensiv zu beobachten, um daraus die nötigen Schlüsse abzuleiten.

Im Rahmen des Programms „Zukunftszentren“ wurden die Folgen der Corona-Krise in den vergangenen Monaten immer wieder thematisiert und aus verschiedenen Perspektiven in den Blick genommen. Die inhaltlichen Impulse des ZdA werden regelmäßig ergänzt um regionalspezifische Analysen und Praxisbeispiele der Regionalen Zukunftszentren sowie zusätzliche Erkenntnisse bzw. Handlungsempfehlungen aus dem programmübergreifenden Netzwerk.

  • Interview-Reihe: „Wie können Unternehmen mit der Pandemie-Krise umgehen und welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung?“ Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4 | Teil 5 | Teil 6 
  • Workshop: „Die Krise als Innovationsmotor? – Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Innovationen im Mittelstand“ (Termin wird noch benannt)
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